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Globale Krisen. Sicherheit. Frieden.

Auswege für die europäische Friedenspolitik

Im letzten Jahrzehnt ist die Anzahl der bewaffneten Auseinandersetzungen und Opfer von Konflikten dramatisch gestiegen. Der russische Angriff auf die Ukraine löste eine rüstungspolitische „Zeitenwende“ in Europa aus. Das Vertrauen in Sicherheitsinstitutionen, die die europäische Friedensordnung aufrechterhalten, ist erschüttert. Der einstige Hoffnungsträger für Sicherheit und Frieden, die Vereinten Nationen, ist zum Schauplatz zynischer Großmachtpolitik geworden. So stellt das Friedensgutachten 2025 fest, dass es um den Frieden gegenwärtig schlecht bestellt ist. Denn das Gebot der Stunde lautet Abschreckung, Aufrüstung und mehr Sicherheit.

Die NATO-Staaten haben 2025 beschlossen, künftig fünf Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts in die Verteidigung zu investieren. Deutsche Rüstungsexporte erreichten zuletzt ein Rekordniveau und Aktien von großen Rüstungsunternehmen steigen auf Höchstwerte. Dabei jedoch die Perspektive auf eine europäische Friedensordnung zu vernachlässigen, wäre ein Fehler. Denn im Hinblick auf diese globalen Herausforderungen stellt sich die Frage, inwiefern die aktuelle sicherheitspolitische Lage ein Umdenken in der Friedenspolitik erfordert, wie viel Rüstung notwendig ist und Forderungen nach Abrüstung noch zeitgemäß sind.

Wie eine langfristige Strategie für eine neue europäische Friedensordnung aussehen könnte und welche gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen die Aufrüstungsdynamiken für Deutschland und Europa haben, diskutieren Prof. Dr. Conrad Schetter und Dr. Marc von Boemcken vom bicc mit Kai Burmeister, Vorsitzender des DGB Baden-Württemberg.


Vortragende:


Moderation

  • Kai Burmeister, DGB - Deutscher Gewerkschaftsbund

 

Event Details

Tag: 16. Oktober 2025
Zeit: 18:00h

Anmeldung bitte unter folgendem Link: https://t1p.de/e8nya

 

 

organisiert von: